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     ... über Fotografie

Wenn ich auf meine Bilder zurückblicke, erinnere ich mich noch immer an alles, was am jeweiligen Tag passiert ist. So zum Beispiel beim Fotografieren der „Fliegenden Fotografin", einer unbekannten Touristin in Venedig. Sie wandte mir den Rücken zu, um selbst ein Foto zu machen. Plötzlich bewegte sie sich von einem Fuß auf den anderen, und ihre Füße nahmen die gleiche Stellung an wie der geflügelte Löwe von San Marco im fernen Hintergrund. Gleichzeitig hob ein Windstoß ihren Mantel, was eine unerwartete Harmonie mit den Flügeln des Löwen erzeugte. Das sind mag­ische Momente, und die gibt es nicht jeden Tag. Aber es sind solche Augen­blicke, die das Leben eines Fotografen lebenswert machen.

Während der Zeit, als meine Mutter krank war, und dann einige Zeit nach ihrem Tod war ich extrem verletzlich und bekam plötzlich Schwierigkeit, mich Menschen zu nähern. So entdeckte ich, wie heilsam die Landschaftsfotografie sein kann. Durch sie fand ich wieder zum Leben und zum Menschen. Ich stürzte mich eine Zeit lang in die Porträtfotografie. Porträts entstehen gemeinschaftlich. Sie zeigen die Psyche des Fotografen genauso wie die der Person, die fotografiert wird. Es ist unver­meid­bar: Die Einstellung, die der Fotograf zu seinem Shooting mitbringt, ist schon das halbe Porträt. Jeder Fotograf hat eine eigene Sichtweise. Mein Interesse gilt dem Innenleben einer Person, ihrer Psyche und ihrer Spiritualität, ihrer Individualität. Ich hoffe, dass meine Porträts das widerspiegeln.

Nicht viel anders ist mein Einsatz beim Fotografieren von Frauen. Es gibt zwei Arten von Frauen: Modelle und Freundinnen. Ich liebe es, Fotos von meinen Freundinnen, Musen und Geliebten zu machen. Die Intimität, die ich mit Ihnen habe, ist völlig an­ders als die mit den Modellen. Trotzdem ist es wichtig, auch bei der Arbeit mit Mo­del­len eine Atmosphäre zu schaffen, eine Art Intimität, und ein Spiel der Komplizen­schaft zu suchen. Nur so ist es möglich, die Vollkommenheit weiblicher Anmut und Zartheit einzufangen. Nur die technische Seite kann wirklich geplant werden. Dann kann man nur hoffen, dass die Chemie zwischen einem selber und den Modellen stimmt, sodass etwas Neues entsteht. Mit Frauen, die ich liebte, war die Fotografie oft das Bedauern über das Verrinnen der Zeit und das Bedürfnis, einige Momente festzuhalten.

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Galerie Celentano
 
Reichenbachstraße. 23
80469 München
Deutschland
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Sorrento International Photo School
 
Chiostro di San Francesco
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> Virtueller Besuch <
Fotoausstellung
Memories in the wind Sorrento